Karnataka
grenzt an Goa und Maharashtra im Norden, Andhra Pradesh im Osten, Tamil Nadu und Kerala im Süden. Im Westen bildet seine natürliche Grenze der Arabische Ozean. Er wird von mehreren großen Flüssen durchzogen, an denen riesige Wasserreservoirs liegen. Der Küstenstreifen und die Westghats erhalten ihre Hauptniederschlagsmengen durch den Sommermonsun, und das Tafelland von Dekkan gilt als eine der ältesten Landformationen der Erde. Karnataka ist ein Land verlorener und wiedergewonnener Kultur. Hier lebten unter anderem die großen Dynastien der Kdambas, die Chalukyas und die Hoysala. Mit dem Ende des Vijayanagar-Reiches wurde es still um Karnataka; erst Hyder Ali und sein Sohn Sultan Tipu machten durch militärische Unternehmungen und eine kluge Verwaltung das Land wieder zu einer politisch bedeutenden Größe auf dem Subkontinent. 1799 schließlich marschierten die Briten ein, und unter ihrer Gebietskontrolle ging die Herrschaft wieder an eine hinduistische Dynastie über.

Kerala
Kerala, der südwestlichste Bundesstaat Indiens, ist ein fruchtbarer Küstenstreifen am westlichen Steilabfall der Ghats. Kerala bietet hochgelegene, ausgedehnte Waldgebiete, einschließlich großer Naturschutzgebiete mit reichem Wildtierbestand, palmenbesäumte Kanäle im Küstenbereich, den Backwaters, und die beliebten Badestrände um die Hauptstadt Trivandrum. Die wehenden Palmen, die Vasco da Gama einst mit winkenden und willkommenheißenden Menschen verwechselte, wiegen sich wie eh und jeh im sanften Wind, der sein Lied von den Küsten Arabiens und Afrikas herüberträgt. Auch hier sind Mythos und Geschichte eng miteinander verbunden. Das „schwarze Gold“ (Pfeffer) und Gewürze waren Keralas wichtigste Handelsgüter, die sogar Handelskriege mit anderen Nationen auslösten.
Gegen den Widerstand der lokalen Machthaber mußte Kerala zu verschiedenen Zeitpunkten mit der Vereinnahmung durch Portugiesen, Holländer, Franzosen und Briten fertig werden.  Diese Mächte hinterließen denn auch ihre heute noch sichtbaren Spuren in der Geschichte und Kultur Keralas, von der sie jedoch landestypisch miteinbezogen und eng mit den traditionellen Strukturen verwoben wurden.

Tamil Nadu
Tamil Nadu, das Land der Tamilen, ist einer der faszinierendsten Staaten Indiens. Weit abgelegen im Süden, unbehelligt von den Invasionen fremder Eroberer, die in Indiens Norden einbrachen, konnte sich hier in 2000 Jahren eine eigene alte indische Kultur entfalten. Schöne Tempel zeugen von der architektonischen Vielfalt des dravidischen Klans sowie der Herrscher-Dynastien der Pallavas, Cholas und der Pandyas. Die alten Tempel mit den charakteristischen Gopurams, den Tortürmen, Pavillons und Kolonnaden sind Relikte eines kulturellen Erbes und lebendige Museen zugleich, in denen Skulpturen, Bronzebilder und Stakkaturen ebenso lebensnah betrachtet werden können wie die kunstvollen Holz- und Textilarbeiten. Tamil Nadu besitzt aber auch einige der schönsten Strände Indiens an der Coromandel-Küste, sowie kühle Bergstationen in seiner Gebirgskette mit Wild- und Naturschutzparks.

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